Peter Kaaden auf Weltmeisterschaft

Easy to sail but a challenge to race 

Dieser Leitsatz der 2.4 mR Klasse hat sich bei der Weltmeisterschaft vom 09.10. bis 21.10.2019 in Genua mehr als bewahrheitet. Die extremen Windverhältnisse und hohen Wellen machten es für die knapp 90 Teilnehmer aus 16 Nationen zu einer Grenzerfahrung in Sachen Segeln. Nach 7 Wettfahrten an 4 Tagen gewann die  Engländerin Megan Pascoe mit 3 Ersten, 3  Zweiten und als Streicher einem 3. Platz die Weltmeisterschaft.                                                     Chapeau.                                                                                                                                                                                                                                                                                 Erster Deutscher wurde Ulli Libor auf Platz zehn. Mit 79 Lebensjahren eine Wahnsinnsleistung, da kann ich ja noch hoffen.

Der Grund, dass  ich es überhaupt wagte an der WM teilzunehmen, war der Hinweis eines „Experten“:  „Im Oktober ist die Bucht von Genua ein Schwachwind Segelrevier mit drehenden Winden und wenig Welle!“

Solche Verhältnisse dachte ich mir, sind dir doch irgendwie bekannt. Meine Bedenken, dass ich mit der 2.4mR ja  noch sehr wenig Segelerfahrung habe, gerademal 100 Stunden damit gesegelt bin, traten in den Hintergrund. Das Zureden eines befreundeten 2.4 Seglers doch teilzunehmen, gab den Ausschlag, ich entschied mich, nach Genua zu fahren.

Mein Ziel nicht Letzter zu werden, habe ich mit Platz 79 erreicht.

3 gewertete Wettfahrten, leider auch 2 „Umarmungen“ von Neptun, der mir dadurch je ein Vollbad bescherte und mir damit die Möglichkeit nahm, die jeweils darauffolgende  Wettfahrt mitsegeln zu können, haben eine bessere Platzierung verhindert. Diese großen Wellen richtig anzusteuern und segeln zu können ist Voraussetzung für gute Platzierungen. Fazit: Üben, üben und nochmals üben!!!

Das Erlebte, was ich „Gott sei Dank“ ohne Material- und Personenschaden überstanden habe, hier schriftlich wieder zu geben, würde den Rahmen dieser Seite sprengen. Deshalb möchte ich Bilder „ sprechen“  lassen – sie sagen mehr als tausend Worte.  

Für mich war diese WM ein Erlebnis, nein besser ein Abenteuer an Land und auf dem Wasser, dass ich nicht missen möchte. Die 2.4 mR ist ein „Hammerschiff“, sicher und seetauglich, mit riesigem Spaßfaktor wenn man es einmal beherrscht. Aber wie sagt ein glücklicher Heimkehrer: „ Angst sollte nicht dein zweiter Vorname sein, aber Respekt“.

Ahoi                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             PK

Weitere atemberaubende Bilder und Videos kann man auf der Internetseite des veranstaltenden Clubs unter Gallery Day 1 bis Day 4 einsehen.

www.yachtclubitaliano.it


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